Wechseljahre – ein neuer Lebensabschnitt beginnt
Die Wechseljahre oder das Klimakterium beginnen etwa zwischen dem 45. und dem 50. Lebensjahr. Zu dieser Zeit nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ab, weil in den Eierstöcken immer weniger Östrogene produziert werden. Das Progesteron (Gelbkörperhormon) wird meist nur noch unzureichend gebildet, und so verändert sich der Hormonhaushalt entscheidend.
Während dieser Zeitspanne, auch „Prämenopause“ genannt, treten häufig unregelmäßige (längere oder kürzere) Zyklen und lange, starke, teilweise schmerzhafte Monatsblutungen auf. Wenn dann der Organismus nur noch sehr geringe Mengen an Östrogenen und Progesteron produziert, ist das ein Zeichen dafür, dass der regelmäßige Zyklus aufhört.
Unangenehme Begleiterscheinungen der Wechseljahre
Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Lebenszyklus der Frau. Leider ist es eine Tatsache, dass die Hormonumstellung im Klimakterium unangenehme Beschwerden und die Entstehung von z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose (Knochenschwund) begünstigen kann.
Bei Frauen im Klimakterium sind rund ein Drittel aller Knochenbrüche auf eine Osteoporose zurückzuführen. Der Verlust an Knochenmasse ist in den ersten Jahren nach der Menopause am größten. Obwohl die erwähnten Auswirkungen ungefähr erst mit dem siebzigsten Lebensjahr auftreten, sollte rechtzeitig mit dem Beginn der Wechseljahre diesbezüglich Vorsorge getroffen werden.
Die Osteoporose kann im Prinzip alle Frauen treffen, doch es gibt Gruppen mit einem erhöhten Risiko:
- schlanke Frauen - Frauen aus Familien, in denen die Krankheit bereits diagnostiziert wurde
- starke Raucherinnen
- Frauen, die regelmäßig Alkohol trinken
- Frauen, die zu wenig sportlich aktiv sind
- Frauen, die vorzeitig in die Menopause gekommen sind
- Frauen, denen die Eierstöcke entfernt werden mussten
- Frauen, die zu wenig Nahrungsmittel mit knochenbildendem Kalzium zu sich nehmen (Milch, fettarmer Käse etc.)
Hormonersatztherapie kann Wechselbeschwerden lindern
Klimakterische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen und Nervosität können durch eine Hormonersatztherapie gelindert oder beseitigt werden. Die Hormonbehandlung ist die effektivste Behandlungsform bei Wechselbeschwerden. Moderne Hormonpräparate enthalten natürliches Östrogen und möglichst Gestagene, die dem natürlichen Progesteron sehr ähnlich sind (z.B. Drospirenon). Das Prinzip der Hormonersatztherapie mit diesen Präparaten besteht darin, die fehlenden Hormone, die der Körper der Frau nicht mehr selbst produzieren kann, auf möglichst natürliche Weise zu ergänzen, um das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen. Wichtig ist, dass die Hormonbehandlung auf die individuellen Bedürfnisse der Frau zugeschnitten wird und niedrig dosiert ist.

