Prostatakrebs
Schrecken aller Männer
Eine erhöhte Konzentration eines Eiweißes namens PSA kann ein erster Hinweis auf eine bösartige Erkrankung der Prostata sein. Auch Probleme oder gar Schmerzen beim Urinieren oder beim Samenerguss sollten ernst genommen werden. Ebenso ein häufiger Harndrang und ein unvollständiges Blasenentleeren. Oder auch Blut in Samen oder Urin. Allerdings sind viele dieser Symptome keineswegs eindeutig. Auch Infektionen oder eine gutartige Prostatavergrößerung können die Ursache sein. Eine genaue Diagnose kann der Urologe stellen.In der westlichen Welt zählt Prostatakrebs zu den häufigsten Krebsarten überhaupt. In Europa erkrankten 2006 fast 350.000 Männer an dieser Tumorart, die damit die häufigste Krebsart bei Männern ist. In den USA ist Prostatakrebs – mit jährlich über 200.000 neuen Fällen – die zweithäufigste Tumorerkrankung nach Hautkrebs. In den meisten Fällen ist es ein hormonabhängig wachsender Tumor.
Die Ursachen von Prostatakrebs sind derzeit noch ungeklärt. Möglicherweise gibt es eine erbliche Veranlagung, denn das Risiko ist erhöht, wenn schon der Vater oder Bruder von einem solchen Tumor betroffen waren. Zugleich steigt das Risiko zu erkranken mit zunehmendem Alter. So tritt Prostatakrebs praktisch erst nach dem 50. Lebensjahr auf. Und bei Männern über 60 weist mehr als die Hälfte eine vergrößerte Vorsteherdrüse auf. Allerdings kann diese Vergrößerung häufig auch gutartig sein.
Das Wachstum stoppen
Je früher die Diagnose erfolgt, desto mehr Therapieoptionen gibt es. Sie reichen von der Chirurgie über eine Strahlenbehandlung bis zur Therapie mit einem Hormon-Rezeptor-Antagonisten, also einer Substanz, welche die Bildung des Testosterons beziehungsweise dessen Wirkung am Zielort unterbindet. Sie kann das Wachstum von Prostatakarzinomen stoppen oder zumindest verlangsamen. Auch Bayer HealthCare Pharmaceuticals bietet einen solchen Therapieansatz, der sich gegen die Wirkung des körpereigenen Testosterons richtet. Er gilt als eine der ersten gezielten Krebstherapien überhaupt.Mitunter werden die genannten Therapieansätze auch kombiniert angewandt. Zum Teil kann es aber auch sein, dass der Urologe empfiehlt, den weiteren Krankheitsverlauf zunächst abzuwarten und dabei genau zu beobachten.
