Morbus Parkinson
Nichts mehr im Griff
Das hat gravierende Konsequenzen: Die Patienten scheinen allmählich einzufrieren. Ihre Muskeln verkürzen sich und zittern oft. Ihr Gesicht verzerrt sich zur Maske. Sie bekommen einen gebeugten, schwerfälligen Gang. Schließlich verschwindet die Koordinationsfähigkeit – Arme und Hände geraten seltsam rudernd außer Kontrolle.Warum die Zellen im Gehirn langsam untergehen, ist in vielen Fällen nicht geklärt. Vermutlich kommen mehrere Faktoren zusammen. Diskutiert werden derzeit auch genetische Ursachen, obwohl familiär gehäufte Fälle eher selten vorkommen.
Innovative Medikamente durch Biotechnologie
Die Therapie des Morbus Parkinson zielt unter anderem auf die Substitution von Dopamin, die Gabe von Medikamenten mit dopamin-ähnlicher Wirkung (Dopamin-Agonisten) oder die Hemmung des Dopamin-Abbaus im Gehirn.Aber der Erfolg dieser Therapieansätze ist nicht von Dauer: Nach zehn Jahren fällt die richtige Dosierung immer schwerer. Deshalb wirkt das Medikament nicht mehr so zuverlässig wie am Anfang. Eine höhere Dosis kann parkinsonähnliche Phänomene oder verstärkte Bewegungen auslösen, die nicht kontrollierbar sind. Deshalb sucht Bayer Schering Pharma nach neuen Ansätzen. Dazu zählen neben einem zelltherapeutischen Ansatz sowohl biotechnologisch gewonnene als auch niedermolekulare Wirkstoffe.
